Wissen geht UP! #03 - Heterogenität im Klassenzimmer

Shownotes

Das Projekt Multidimensionale Heterogenität im Klassenzimmer: Messung, Effekte, Mechanismen (MuHiK) unter: https://www.uni-potsdam.de/de/schulentwicklung/forschung/muhik

Transkript anzeigen

00:00:02:

00:00:08: Herzlich willkommen zu.

00:00:09: Wissen geht ab.

00:00:10: Mein Name ist Matthias Zimmermann, heute geht es um Heterogenität also Vielfalt oder Verschiedenheit im Klassenzimmer und in besonderen die Frage wie nehmen Schülerinnen und Schüler diese selbst wahr?

00:00:20: Und wie profitieren sie davon?

00:00:21: dafür habe ich mir Rebecca Wetter eingeladen die zu genau dieser frage forscht.

00:00:25: herzlich Willkommen hier in unserem podcast.

00:00:27: Die schülerschaft im klassenzimmertest.

00:00:29: heterogen Was grundsätzlich nichts anderes heißt als jede Schülerin und jeder Schüler ist verschieden einzigartig.

00:00:35: Das klingt nach einer Binsenweisheit, insofern vermute ich dass was sie an Heterogenität erforschen bestimmte Faktoren betrifft die sich auf bestimmte Art und Weise im Klassenzimmer auswirken.

00:00:44: welche das sind und was sie bewirken darüber möchte ich gerne mit ihnen sprechen.

00:00:47: steigen wir also ruhig bei dem wichtigsten Begriff ein was bedeutet Heterogänität eigentlich?

00:00:51: Ja, also Heterogenität im Klassenzimmer bedeutet erst einmal nur dass sich Schülerinnen im Klassenzimmer in bestimmten Merkmalen voneinander unterscheiden.

00:00:59: Wie z.B.

00:00:59: ihrer Schulleistung oder dem sozialen Hintergrund.

00:01:02: In einem sehr homogelen Klassen Zimmer unterscheinen sich SchülerInnen in bestimmte Merkmalen gar nicht oder kaum voneinander während sich in einem sehr heterogenen KlassenZimmer SchülerInne stark in diesen Faktoren voneinerunterscheiden.

00:01:14: Ein heterogenes Klassen Zimmer ist ein vielfältiges Klassen-Zimmer.

00:01:19: In der Realität ist es aber so, dass sich SchülerInnen in einer Schulklasse nicht nur einen Merkmal unterscheiden sondern den mehreren Merkmalen also auf mehreren Dimensionen gleichzeitig.

00:01:29: Daher heißt unser Forschungsprojekt auch multidimensionale Heterogenität im Klassenzimmer kurz MUHIC.

00:01:35: Mehrere Dimension?

00:01:37: Welche Dimension von Heterogynität sind denn für Ihre Forschung besonders wichtig und warum?

00:01:41: Der bisherige Fokus der Forschung zur Heterogenität im Klassenzimmer liegt auf Schulleistungen und auf ethnischem Hintergrund, also zum Beispiel unterschiedlichen Geburtsländern von Schülerinnen und ihren Eltern.

00:01:52: Die Bedeutung von Leistungsheterogenität für das Lernen und die soziale Eingebundenheit im Klassenzimmer zu untersuchen ist vor allem wichtig wenn man das gegliederte Schulsystem in Deutschland bedenkt.

00:02:02: Dieses beruht auf der grundsätzlichen Idee dass SchülerInnen in leistungshomogen Gruppen am besten lernen können.

00:02:08: Aber ist dies wirklich der Fall oder könnten Schülerinnen sogar von mehr Heterogenität im Klassenzimmer profitieren?

00:02:15: Zu untersuchen, welche Bedeutung ethnische Heterogänität im Klaszenzimmer hat bzw.

00:02:20: wie am besten mit dieser umgegangen werden kann, um eine gute Lernumgebung für Schülerinnen unterschiedliche Hintergründe zu schaffen – ist vor allem im Zuge zunehmender Migration in Deutschland wichtig!

00:02:31: Die Gesellschaft wird immer vielfältiger und somit auch die Klassenzone.

00:02:34: In unserer Studie untersuchen wir also auch Heterogenität in Schulleistung und ethnischem Hintergrund.

00:02:40: Darüber hinaus schauen wir uns aber auch die Heterogänität im Fachinteresse an, da wir denken dass diese für das Lernen im Klassenzimmer entscheidend sein kann.

00:02:48: Spezifisch fokussieren wir uns hierbei auf das Interesse am Fach Deutsch damit die Auswirkungen auf die deutsche Lesekentnisse untersuchen einer wichtigen Fähigkeit für den Erfolg im deutschen Schulsystem.

00:02:58: Als letzte Heterogenitätsdimensionen untersuchen wir außerdem Heterogänität in sozialem Hintergrund, also in den Ressourcen des Elternhauses.

00:03:06: Wir fokussieren uns dabei auf dem beruflichen Status der Eltern, der eng mit deren Einkommen verknüpft ist.

00:03:11: Eine stärkere Durchmischung von Schülerinnen mit unterschiedlicheren sozialen Hintergründen könnte für ein stärkeres Verständnis der Schülerinnen dafür führen dass nicht alle die gleichen Ausgangsbedingungen mit sich bringen.

00:03:22: Wie sich soziale Heterogenität im Klassenzimmer auf das Lernen und die soziale Eingewohnheit auswirkt, ist zum jetzigen Zeitpunkt aber eher unerforscht.

00:03:30: Das sind jetzt höchst verschiedene Dimensionen – wie kann man die denn erfassen?

00:03:36: Heterogänität in den verschiedenen Dimensionn kann man am besten messen wenn man Informationen über alle Schülerinnen eines Klassenzymmers hasst hat!

00:03:43: Wir nutzen dafür Daten des IKOPU Bildungstränds aus dem Jahr.

00:03:48: Der ECO-Bebildungstrend wird vom Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen der Humboldt Universität Berlin erhoben und beinhaltet sowohl einen Fragebogen an die Schülerinnen als auch Leistungstest.

00:04:00: Die repräsentative Stichprobe unserer Studie umfasst sechshundert fünf Schulklassen der neunten Jahrgangsstufe in verschiedenen Bundesländern und Schulformen in Deutschland, und fast elftausend SchülerInnen in diesen Klassen.

00:04:12: Dabei haben wir uns entschieden, nur die Schulklassen in unserer Analyse mit aufzunehmen für die Informationen über mindestens achtzig Prozent der Schülerinnen vorhanden sind um die tatsächliche Heterogenität im Klassenzimmer akkurat messen zu können.

00:04:26: Da wir also Informationen über die einzelnen Schülerin in einer Klasse haben, wie deren Interesse einfach Deutsch, deren Deutschnote sowie das Geburtsland der Schülerinnen und ihre Eltern und den beruflichen Status der Eltern.

00:04:37: ist es uns möglich so genannte Heterogenizitätsindices für alle Klassen zu berechnen.

00:04:43: Diese Indices reichen von null einer vollständig homogenen Klasse zu eins einer vollständig heterogenen klasse.

00:04:50: Basierend auf Formeln, die von den Soziologen Peter Blau und Stanley Libeson entwickelt wurden berechnen wir anhand der Merkmale des Schülerinnen einer Klasse sowohl unidimensionale Heterogenitätsindices also zum Beispiel die Heterogeneität in einem Merkmal-Widerschulnote als auch einen multidimensionalen Index, der die gesamte Heterigenität in allen vier Dimensionen widerspiegelt.

00:05:13: Eine maximale multidimensional homogene Klasse wäre also eine Klasse, in der alle Schülerinnen und Schüler in den vier Merkmalen identisch sind.

00:05:21: Während sich in einer maximalen multi-dimensional heterogenen Klasse alle SchülerInnen in allen Merkmalen voneinander unterscheiden.

00:05:28: Jetzt wird es spannend!

00:05:30: Sie haben ja nicht nur darauf geschaut... ob und wie Klassenheterogen sind, sondern sie haben sich insbesondere angeschaut, wie Schülerinnen und Schüler diese Heterogenität selbst wahrnehmen.

00:05:39: Unterscheidet sich denn diese Wahrnehmung von dem was sich faktisch messen lässt?

00:05:42: Und wenn ja, wie?

00:05:44: Genau!

00:05:45: In unserer Studie untersuchen wir nicht nur die gemessener Heterogänität, sondern auch die Wahrnehnemungen der SchülerInnen dieser.

00:05:51: In der Umfrage wurden die SchülerInn dazu gebeten auf einer Skala von eins sehr ähnlich bis sechs sehr verschiedenen einzuschätzen wie sehr sich ihre Klassenkameradinnen in den einzelnen untersuchten Dimensionen voneinander unterscheiden.

00:06:04: In unserer Studie schauen wir uns die Zusammenhänge zwischen der gemessenen Heterogenitätsindices und dem durchschnittlichen Wahrnehmung von Heterogänität des SchülerInnen in dieser Schulklasse an.

00:06:14: Dabei finden wir den stärksten Zusammenhang zwischen der Gemessen- und wahrgenommenen Heteogenität im ethnischen Hintergrund, und den zweistärksten zusammenhang bezüglich der Heteroganität im sozialen Hintergrund.

00:06:26: Zwischen gemessener und wahrgenommener Heterogenität in der Deutschleistung finden wir nur einen leichten Zusammenhang und keinen Zusammenhang für Heterogänität im Fachinteresse.

00:06:36: Dies deutet darauf hin, dass Schülerinnen Unterschiede in ethnischem und sozialen Hintergrund leichter wahrnehmen als Unterschiede zum Beispiel Leistungen und Motivation.

00:06:45: Und wie bestimmt man denn nun, wie sich diese Heteroganität auswirkt also auf das Lernen des sozialen Miteinander in der Klasse?

00:06:52: Auch das ist anhand der IKOPÖ Bildungsdranddaten möglich!

00:06:55: Konkret haben uns dafür auf die Deutschlesekentnisse, die durch Kompetenztest erhoben wurden und die Selbstentschätzung der Schülerinnen ihrer sozialen Eingebundenheit im Klassenzimmer fokussiert.

00:07:06: Mithilfe statistischer Verfahren, die die mehrebenen Datenstruktur von Schülerinnen in Klassen und weitere individuelle Merkmale der SchülerInnen berücksichtigen, konnten wir Zusammenhangel zwischen dem Ausmaß der gemessenen Heterogenität einer Schulklasse sowie der durch die Schülerin wahrgenommene Heterogänität.

00:07:26: Damit kann man zum Beispiel herausfinden, ob sich die Schülerinnen in einer heterogenen Schulklasse mehr mit den anderen verbunden fühlen als in einer homogeneren Schulklasse.

00:07:34: Na jetzt bin ich gespannt!

00:07:35: Was haben Sie denn diesbezüglich rausgefunden?

00:07:38: Wir haben herausgefunden dass die gemessener Heterogenität also die tatsächliche Zusammensetzung der Klasse eine größere Bedeutung für die Deutschlesekendnisse hat als sie durch die SchülerInnen wahrgenommene Heterogänität während für die soziale Eingebundenheit des SchülerInns ins Klassenzimmer vor allem deren Wahrnehmung von Heteroganität relevant ist.

00:07:56: Dabei fallen die Deutsch-Lesekenntnisse in Klassen mit einer höheren Heterogenität im ethnischen und sozialem Hintergrund etwas geringer aus als in weniger heterogenen Klassen in diesen Dimensionen.

00:08:08: Das bedeutet allerdings nicht, dass ethnische und soziale Heterogänität die Ursache für geringe Deutschlesekennnisse der Schülerinnen einer Klasse sind.

00:08:16: Vielmehr zeigen die Analysen, Erhöhere Anteil von Schülerinnen, deren Muttersprache nicht deutsch ist in heterogenen Klassen vorherrschend ist und die Ergebnisse erklären kann.

00:08:27: Für die soziale Eingebundenheit in das Klassenzimmer ist vor allem die Wahrnehmung von Fragmentierungen der Klasse also die Wahlnehmigung dass es klicken, also getrennte Gruppen von SchülerInnen gibt, die wenig miteinander zu tun haben wollen entscheidend.

00:08:40: Neben die Schülerin solche getrennten Gruppen war dann fühlen sie sich auch selbst weniger in ihre Schulklasse eingebunden.

00:08:46: Außerdem finden wir, dass sich Schülerinnen stärker in Klassen eingebunden fühlen, indem eine stärkere Heterogenität in Deutschinteresse und Geburtsland wahrgenommen wird.

00:08:55: Andererseits führen sie sich weniger eingebundene Klassen, in denen die Schülerinnen größere Unterschiede in den Ressourcen der Familien

00:09:01: wahrnehmen.".

00:09:03: Jetzt gehe ich davon aus, dass Sie noch an der Stufe tiefer gestiegen sind – wie geht man denn diesen Auswirkungen der wahrgenommenen Heterogänität auf den Grund?

00:09:11: Ja, also mit unserem Forschungsdesign können wir den Auswirkungen im Sinne von Ursachen von gemessener und wahrgenommener Heterogenität streng genommen nicht auf den Grund gehen.

00:09:20: Sondern lediglich über Zusammenhänge als Momentaufnahmen berichten.

00:09:23: Trotzdem können wir beschreiben wie sich die Deutschlesekendnisse und die soziale Eingebundenheit der Schülerinnen in dem Klassenverband zwischen mehr oder weniger heterogene Klassen in den untersuchten Merkmalen unterscheiden.

00:09:35: Die Ergebnisse liegen dabei nahe, dass sich Lernresultate wie die Deutschlesekennisse nicht substanziell zwischen Leistungshomogen und Leistungsheterogenklassen unterscheiden.

00:09:45: Dies bietet einen Denkanstoß vor allem mit Blick auf das gegliederte Schulsystem in Deutschland – das auf der Idee basiert, dass Schülerinnen am besten in Leistungs-Homogengruppen lernen können.

00:09:56: Empirische Forschung zeigt klar, dass die frühe Selektion auf unterschiedliche Schulformen soziale Bildungsungleichheiten verstärkt.

00:10:03: Wenn sich Leistungsheterogenität aber gar nicht negativ auf das Lernen auswirkt, könnten heterogene Klassen gegebenenfalls Bildungsungleichheiten abbauen und Schülerinnen mit unterschiedlichen Leistungsniveau sich negenseitig unterstützen.

00:10:17: Die Ergebnisse zeigen auch dass die Wahrnehmung von Heterogenitet- und Fragmentierung der Schülerinnen einer Klasse über die gemessene Heterigenität hinaus eine entscheidende Rolle für die soziale Eingebundenheit im Klassenszimmer spielen.

00:10:29: Bei der Forschung zu den Auswirkungen von Heterogenität im Klassenzimmer sollte also auch immer die Wahrnehmung des Schülerinnen selbst berücksichtigt werden, die sich von der gemessenen Heterogänität unterscheiden können.

00:10:40: Wichtig ist vielleicht auch noch die Frage nach dem Warum?

00:10:42: Warum erforscht man oder warum erforschen sie genau diese Facette der Heteroganität in der Schule und wie lässt sich denn aus diesen Erkenntnissen für den Unterricht und das Lehren und Lernen was lernen?

00:10:53: Wir haben ihr durch die Schülerinnen wahrgenommener Heterogenität untersucht, da für das Empfinden der SchülerInnen letztlich ihre subjektive Realität entscheidender ist als die reine Zusammensetzung der Klasse, die für den oder die einzelne Schülerin gegebenenfalls gar nicht so ersichtlich ist.

00:11:08: Die Ergebnisse zeigen auch klar dass kein- oder nur ein schwacher Zusammenhang zwischen gemessener und wahrgenommener Heterogänität in Fachinteresse und Leistung besteht.

00:11:16: Dies lässt vermuten, dass SchülerInnen manche Unterschiede ihrer MitschülerInnen, die in den Forschung untersucht werden gar nicht zu genau wahrnehmen.

00:11:24: Für den Unterricht und das Lernen lässt sich vor allem ableiten, dass Heterogenität kein Hindernis für das Lennen und die soziale Eingebundenheit der SchülerInne sein muss.

00:11:32: Wahrgenommene Heterogänität in manchen Merkmalen wie Fachinteresse oder ethnischem Hintergrund kann sogar an einem positiven Zusammenhang mit zur Sahler-Eingebundenheit stehen!

00:11:42: Wenn hingegen eine Fragmentierung der Klasse in getrennten Gruppen, die wenig miteinander zu tun haben wollen von den Schülerinnen wahrgenommen wird kann dies negative Auswirkungen auf ihre soziale Eingebundenheit haben.

00:11:54: Dem könnte man zum Beispiel entgegenwirken indem man positiven Kontakt zwischen verschiedenen SchülerInnen in der Klasse zb durch Unterrichtsprojekte oder Gruppenarbeiten ermöglicht und dadurch Gemeinsamkeiten statt Differenzen zwischen diesen SchülerInnnen hervorhebt.

00:12:12: Brauchen unsere Schulen denn eigentlich eher noch mehr Heterogenität, als es jetzt schon gibt?

00:12:17: Ja die Gesellschaft wird immer vielfältiger und dadurch wird auch Heterogänität in Hintergründen und Lernbedürfnissen der Schülerinnen zur Normalität im Schulalltag.

00:12:25: Die Selektion von SchülerInnen in möglichst homogene Schulklassen ist dabei kein erstrebenswertes Ziel da diese soziale Spaltung Konflikte zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen und soziale Ungleichheit fördern kann.

00:12:37: hingegen weisen viele Forschungsarbeiten darauf hin, dass Kontakt zwischen Angehörigen unterschiedlicher Gruppen in Schulklassen vor Urteile verringern und ein positives Miteinander fördern kann.

00:12:47: Darüber hinaus können die Ergebnisse unserer Studie gewisse Sorgen für Heterogenität im Klassenzimmer entgegenwirken.

00:12:54: Beispielsweise unterscheiden sich die Deutschlesekentnisse nicht zwischen Schülerinnen in Klassen mit mehr oder weniger Heterogänität in Leistungen.

00:13:02: Mehr Heterogenität an Schulen und in Schulklassen, vor allem aber auch ein positiver Umgang dieser Heterogänität der allen Schülerinnen gerecht wird bringt also große Potenziale für mehr Chancengleichheit gesellschaftlichen Zusammenhang oder eine weniger gespaltene Gesellschaft mit sich.

00:13:18: Jetzt sind wir einer Universität die Lehrerinnen und Lehrer ausbildet.

00:13:21: deswegen schließt sich die Frage an wie können bzw müssen denn Lehramtsstudierende wie hier an der Uni Potsdam darauf vorbereitet werden genau solche Ergebnisse zu berücksichtigen und bestenfalls für sich zu nutzen?

00:13:32: Die Forschung unseres Teams, insbesondere die Studie in meiner Kollegin Svenja Hascher zeigt dass die Haltung der Lehrkräfte gegenüber Heterogenität entscheidend für den erfolgreichen Umgang mit vielfältigen Klassen ist.

00:13:43: Wer sich im umgang mit Heterogänität sicher fühlt und Vielfalt positiv bewertet kann den Unterricht erfolgreicher gestalten.

00:13:50: Wichtig ist daher Lehramtsstudierende früh zu vermitteln das sie Heteroganität nicht nur als Herausforderungen sondern vor allen auch als Chance verstehen und ihren Werkzeug an die Hand zu geben, dass sie sicherer im Umgang mit heterogenen Klassenzimmern macht.

00:14:04: Schulungen in konkreten didaktischen Methoden – etwa kooperative Lernform oder Peer-Learning sind sinnvoll um die unterschiedlichen Hintergründe und Potenziale der Schülerinnen zu fördern und Vielfalt im Unterricht zu nutzen.

00:14:17: Zudem ist entscheidend, dass die angehenden Lehrkräfte sich nicht als allein verantwortlich sehen sondern gemeinsam in Fachteams mit anderen Lehrkräften und Inklusionspädagoginnen Material- und Unterrichtsabläufe entwickeln und abstimmen.

00:14:30: Solche Dinge können aber selbstverständlich nur gelingen wenn dies von der ganzen Schule auch unterstützt wird.

00:14:37: Ich fasse zusammen was nehmen wir denn mit aus all diesen Forschungen?

00:14:41: Erstens habe ich verstanden Auch Heterogenität ist heterogen, das heißt diese Vielfalt hat wiederum verschiedene Dimensionen die wir einzeln berücksichtigen und erforschen sollten.

00:14:51: Zweitens so unterschiedlich sind wir in vielerlei Hinsicht gar nicht.

00:14:55: Drittens es ist extrem wichtig wie wir selbst auf dieser Vielfaltung sehen.

00:14:59: was wir davon empfinden trennen uns Dinge, die gar nicht in dieser Vielfalt stecken sondern einfach eine Peergruppe oder andere Gruppe, in der wir drinstecken und diese Vielfald hat enorme Potenziale uns doch eigentlich eher zusammenzubringen und voneinander zu lernen.

00:15:14: Hab ich das so gut zusammengefasst?

00:15:17: Ja würde ich schon sagen.

00:15:18: also es gibt diese verschiedenen Dimensionen und nicht nur eine Art von Heterogenität und unsere Forschung stellt vor allem die Potenzialen die daran liegen hervraus und dass man keine Angst vor Heterogänität haben muss sondern diese positiv nutzen kann.

00:15:30: Dann

00:15:31: hoffen wir, dass alle das gehört haben und für sich annehmen.

00:15:34: Vielen Dank fürs hier sein und die spannenden Einblicke in ihre Forschung und die dabei gewohnten Erkenntnisse!

00:15:39: Das war's mit Wissen geht ab für heute.

00:15:42: Tschüss und bis zum nächsten

00:15:50: Mal!

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